Zehn
lange Jahre gibt es die Institution Zao schon, die aus Greensburg,
Pennsylvenia stammt. Zehn Jahre durch Trennungen, vielen Tourneen
und Besetzungsänderungen geprägt. Acht Alben konnte man bisher
bestaunen, die Anfangs über Solidstate Records unter das Volk
verteilt wurden und seit ihrem letzten Album ‚The Funeral Of God’
über Ferret Records veröffentlicht wurden. Ferret Records kann
man mittlerweile durch Releases von Killswitch Engage, Madball und
auch Funeral For A Friend, als eines der hervorstechenden Labels
aus seinem Genre bezeichnen. Das letzte Release ‚The Funeral Of
God’ war das Album, was ihnen zum Durchbruch verholfen hat.
Underoath und auch Unearth spielten für sie als Vorband, As I Lay
Dying luden Daniel Weyandt als Gastsänger auf ihrem letzten
Longplayer ein, und Matt Heafy von Trivium kam auf die Bühne, um
‚Praise The War Machine’ zu spielen. Ihr neuestes Werk lautet
‚The Fear Is What Keeps Us Here’ und stellt sowohl die letzte
Scheibe in den Hintergrund, als auch das sie sich von diesem Album
musikalisch entfernen.
Das
Ganze fängt mit einem Gitarrensolo an, bei dem sich der Gitarrist
und der Bassist mit ihren gezupften Seitenspiel, eine Stimmung
erzeugen, die nachdenklich stimmt, mal wird es lauter, dann wieder
leiser und es artet dann völlig außer Kontrolle, in dem mit
pochenden Schlägen der typische Zao Sound heraufbeschwört wird.
Nicht wie bei der ‚The Funeral Of God’ geht es hier langsam
und clean zu, sondern hart und brachial. Man achtet hier nicht auf
einen versierten Ablauf eines Songs, man ist stets um die
Aneinanderreihung von schnellen Drumparts, schillernden Gitarren
und um einem rauen Gesang bemüht. Bei dem vierten Song kann man
leichte Einflüsse von Converge und Norma Jean erkennen, da er
ziemlich schnell mit schallenden Becken eingeleitet wird. Im
Fortlauf wechselt man flott von einer schreienden Stimme zu einem
ruhigen und bedachten Gesang. Alles stets darauf bedacht eine
Mischung aus einem metallischem Klang, Rock n’ Roll Elementen
und dem Sound älterer Tage herzustellen. Zwei Tracks weiter folgt
‚Killing Time ’Til Its Time To Die’, welcher mit
unterschwelligem Gesang sich durch den weiteren Verlauf zieht, und
mit kleinen Drumeinlagen einen melodischen Rhythmus bildet, und
zusammen mit dem anschließenden Gitarrensoli seine volle
Vollendung findet. Genau hierbei spürt man den unverkennbaren
Rock n’ Roll Einfluss, den sie in ihre Musik eingebettet haben.
Die Stimmen von Daniel Weyandt und Scott Mellinger, der an der
Gitarre spielt, stellen sich hier einerseits sehr dunkel und
bedrohlich dar, doch passt man sich dem jeweiligen Tempo an, und
die dunkle Atmosphäre wird aufgebrochen. Einer meiner persönlichen
Favoriten auf diesem Album ist der letzte Song ‚A Last Time For
Everything’. Zeichnen tut sich dieser genannte Track durch einen
kontinuierlichen Double Bass und einem pathetischen Gesang aus.
Zum Ende hört einen immer rauscher werdenden Sound mit den Worten
‚The Fear Is What Keeps Us Here’ heraus. Man hat zusammen mit
Steve Albini (Nirvana) an dem Album getüftelt, welcher sich an
Alben wie ‚Self Titled’, ‚Liberate’ und ‚The Funeral Of
God’ anschmiegen kann.
Bisher
hat mich fast jedes Artwork der Zao Alben beeindruckt, genauer
gesagt von der ‚All Else Failed’ und der ‚Parade Of
Chaos’. Dies ist hier nicht anders, entworfen wurde es vom
allseits bekannten Asterik Studio. Diese haben schon sehr
bemerkenswerte Artworks für Funeral For A Friend, Norma Jean und
Bleeding Through entworfen. Das Thema ‚Angst’ wird hier
eindrucksvoll zur Schau gestellt, indem dieser Zustand durch
Schlangen und einem schwarz bedeckten Menschen dargestellt wird.
Im Verlauf der sechs dazugehörenden Bilder verschwinden allmählich
die Schlangen und die vermummte Person. Was an diesem Cd Packaging
außerdem noch sehr merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass die
ganzen Lyrics, bis auf den Albumnamen und den Credits,
spiegelverkehrt sind. Deshalb sollte man einen Spiegel benutzen,
um die kleingedruckten Texte überhaupt lesen zu können.
Fazit:
Namenhafte
Bands wie Thrice oder Fall Out Boy hörten sich die Musik von Zao
an, während sie immer größer wurden.
In den vergangenen Jahren haben sind Zao besonders durch
ihren einprägenden Sound aufgefallen, und können sich damit
einer großen Anhängerschaft erfreuen. Das neue Release ist
ziemlich beindruckend geworden. Auf der einen Seiten haben wir den
verzweifelten Gesang von Daniel Weyandt, und auf der anderen Seite
eine Kappelle dir ihr Spielen beherrscht. Mir hat die ‚The
Funeral Of God’ nicht wirklich gefallen, da sie zu wenig gute
Songs beinhaltete, man sollte dieses Album aber nicht als
Messlatte für dieses für ‚Fear Is What Keeps Us Here’
anwenden, da sich das damalige Album nicht den vorher gespielten
Sound angepasst hat. Ich bin von diesem Album deshalb beeindruckt,
da es sehr vielfältig ist, das Tempo kann sich sehr schnell verändern,
und verleit ihr eine besondere Marke. Schade, dass ich damals nur
den Schluss vom Zao Set sehen konnte, das macht mich aber umso
neugieriger, wenn sie bald auf Tour kommen. Dieses Album stellt
einen weiteren Höhepunkt in der Geschichte von Zao dar, und macht
auf neue Alben sehr neugierig. Und deshalb stelle ich eine
deutliche Kaufempfehlung für dieses Album aus.
11/12