Seit knapp 2 Jahren besteht diese
Band erst, aber was sie mit ihrem Debüt Album „Memento Mori“
geschaffen haben lässt viel für die Zukunft hoffen.
In 36 Minuten prügeln die Jungs ihre
Mixtur aus Death und Black Metal gepaart mit Hardcore Einflüssen
runter als wäre es das normalste überhaupt. Als Vergleich fallen
mir sofort Beyond the Sixth Seal ein, die auf ihrer Debüt EP
einen ähnlichen Sound hervorgebracht haben. Die Vocals von
Withered Frontmann Chris Freeman sind allerdings wesentlich tiefer
als bei den frühen BTSS und mit soviel Hall Effekt überzogen,
dass er auch locker auf ne alte Obituary Platte gepasst hätte.
Die musikalischen Wurzeln kommen ganz klar aus Skandinavien. Wenn
man Entombed bevor sie Rocker wurden schnell noch mit Dissection
und Unleashed zusammen gesteckt hätte, wäre sicher etwas ähnliches
wie „Memento Mori“ dabei heraus gekommen.
Die Platte ist dennoch erstaunlich
abwechslungsreich für ein Werk aus der Todesblei bzw.
Schwarzblech Schmiede. Mal wird drauflos gedroschen was das Zeug hält,
mal werden zum ruhigeren Beat die „Happy Melodic-Solo Wochen“
ausgerufen um dann von ner Midtempo Thrash Walze umgemäht zu
werden.
Wenn Withered es schaffen diese
Klasse in den nächsten Jahren zu bewahren oder es gar schaffen
noch einen Zahn zu zu legen werden bald nicht mehr all die alten
Schweden sondern die Herren aus Atlanta als Einflüsse gehandelt.
10/12