Uppercut - Tables Turned
Uppercut -  Tables Turned (I Scream Records)
review by claus

 

Uppercut kommen aus den Niederlanden und haben jetzt schon zehn Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel. Bisher haben sie eine Demo und zwei Alben veröffentlichen können, und dazu schon ziemlich viele Konzerte in ganz Europa gespielt. Ohne eine richtiges Labels zu haben, krallte sich schließlich I Scream Records Uppercut, die Bands wie Slapshot, Blood For Blood oder auch Ramallah im Aufgebot haben. ‚Tables Turned’ ist nichts Neues, aber es kann an alte Hardcore Zeiten erinnern.

Wagen wir mal einen kleinen Zeitsprung in die achtziger Jahre, als noch Bands wie Minor Threat, Gorilla Biscuits oder die Bad Brains spielten, nun ja, die Nachkommen dieser genannten Bands sind in den Jahren mehr in den Hintergrund getreten. Die niederländischen Knaben von Uppercut besinnen sich zurück, und spielen einen altmodischen Hardcore. Wie das Cover von ‚Tables Turned’ vermuten lässt, geht es hier eher rauh und angepisst ab. Ursprünglich spielte man eine härtere Gäng, anlehnend an alte New York Hardcore Bands a la Agnostic Front. Ein neuer Drummer sorgte für Veränderung in der Wahl ihrer Spielart, so ergab es sich, dass man sich dem Old School Hardcore hinzog, in Gedenken an Gorilla Biscuits, Bold und auch Minor Threat aus Washington. Bemerkbar wird das durch angepissten Gesang, einer der Zeit angepassten Produktion und natürlich dem Einsatz von Schlagzeug und Gitarre. Die Texte sind recht kurz gehalten, und auch nicht wirklich als positiv anzusehen. Da haben wir Songs, die persönlicher Natur entspringen und dann welche, die sich um den Tod drehen. Insgesamt sind sie dennoch der Zeit, also so vor fünfundzwanzig Jahren, angepasst. Das Artwork wurde selbst von der Band erstellt, und weiß wie alles andere auch auf diese Zeit zurückzublicken. Insgesamt kann man aber nicht sagen, dass Uppercut nicht viele Ideen in ihre Musik einbringen, das sie aber sie auch nicht braucht.

Was kann man zu solch einem Album schon sagen, da es ja nicht wirklich großartig stilverändernd ist. ‚Tables Turned’ zollt einen Tribut an die Anfänge seiner Musik, und meistert das auch ganz gut, nur kann man halt nicht einen riesen Unterschied erkennen, oder eine gewisse Vielfaltigkeit. Eine Band, die jedoch den Stil, der vor zwanzig Jahren und noch länger gespielt wurde, zurückholt, die gefällt mir. Bands wie Uppercut leben ja auch durch ihrer Shows, die dann noch mehr Impulse setzen kann. Diese Cd kann ich eigentlich nur den Leuten empfehlen, die auf obengenannte Bands stehen.

8/12