Under Siege - Days Of Dying Monuments
Under Siege - Days Of Dying Monuments (Let It Burn Records)
review by claus

 

Under Siege sind schon längst kein ungeschriebenes Blatt mehr in der deutschen Metalcore Szene. Die Band, die sich 2003 schließlich vom Old- School lastigen Hardcore trennte und sich von dort an musikalisch neu orientierte, bringen mit ‚Days Of Dying Monuments’ ihr zweites Album nach ‚After The Flood’ auf dem Münchner Label Let It Burn Records heraus. Die Hannoveraner sind seit ihrer Gründung mit Bands wie Comeback (Kanada) oder auch Champion (Seattle) auf Europa Tournee gegangen. Ihr Debut ‚After The Flood’ erntete gute Kritiken, und versprach eines der herausragendsten Releases aus diesem Genre zu werden.

Das Album beginnt mit einem einleitendem Intro, das mit einem Gitarren Solo in die rauhe und düstere Atmosphäre von ‚Days Of Dying Monuments’ einführt. Einen echten Wiedererkennungswert gewinnen Under Siege durch die Stimme von Sänger Henning, die durch brutalen und einprägenden Gesang zu gefallen weiß. Im Anschluss an das Intro folgt ‚Nightmare Engineer’, der beste Song dieser Scheibe, welcher durch melodische Gitarrenparts, einer sich variierenden Stimme und einem super eingespielten Drumset auffällt. Bei der Vorgängerscheibe wurden schon Vergleiche mit Killswitch Engange oder Fear Factory gezogen, die hier noch teilweise zu erkennen sind. Auch gibt es wieder eine Coverversion einer alten Hardcore Band, diesmal wurde ‚To An End’ von Strife gecovert, davor waren es Strain mit ‚Surrender’. Beim Song ‚Bloodred Ink, Crimson Paper’ fungiert Johannes von Destiny als Gastsänger. ‚Days Of Dying Monuments’ enthält insgesamt zwölf Songs mit einer Spiellänge von knapp 40 Minuten, von denen leider nur sieben Stück neu sind. Wie bei der neuesten Atreyu Scheibe kann man sich fragen, warum man in einer solch langen Zwischenzeit so wenig neues eingespielt hat. Jedenfalls sind es vier Songs, ohne die zwei Solis und die Coverversion mitzuzählen. Die restlichen Songs kommen von der bereits ausverkaufen Split ‚Ten Angry Men’ mit A Traitor Like Judas, und der letzte Song ‚In The Shelves’ von der Vorgängerband Max Rebo Kids. Under Siege verstehen es gekonnt melodische Gitarrenparts mit fetten Breakdowns zu kombinieren.

Insgesamt wirkt ‚Days Of Dying Monuments’ eher wie eine Zusammenstellung älterer Releases der Band, so dass nicht wirklich viel neues und erfrischendes zu finden ist. Zwar wirkt der Sound und die Stimme ausgereifter, aber im Vergleich zur Debut nicht brachial genug. Auch muss man sagen, dass der Band nie der nötige Respekt gezollt wurde, für das, was sie mit ‚After The Flood’ und der Split mit A Traitor Like Judas vollbracht haben. Under Siege haben viel mehr Potential, als sie mit diesem Album abzuschreiben.

8 /12

 

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