The Autumn Offering - Embrace The Gutter
The Autumn Offering - Embrace The Gutter (Victory Records)
review by claus

 

‘We’ re not pretty, we don’t sell records on looks…’ so hört man es von der Band. The Autumn Offering, also besser gesagt Sean Robbins, hat sich das Ziel gesetzt, sich von all den Poppunk Kapellen wie Blink 182 oder New Found Glory, die damals nur so aus dem Boden wuchsen, zu distanzieren, etwas Gegensätzliches zu erschaffen, das liegt jetzt nun sieben Jahren zurück. Jamey Jasta nahm dann vier Jahre später Notiz von den Jungs, und setzte direkt einen Vertrag bei seinem Label Stillborn Records auf, und somit hatten den ersten Erfolg eingefahren. ‚Revelations Of The Unsung’ war ihr Debüt und prompt darauf sah man sich mit Slayer, Mastodon und Killswitch Engage auf einer Bühne stehen. Selbst ein Label wie Victory Records wurde nach diesem Debüt auf sie aufmerksam, und um es kurz zu machen, sind jetzt bei Victory Records und ihr neuestes Album kommt demnächst heraus.

Genau zu sagen, was The Autumn Offering spielen, lässt sich nicht ganz einfach einordnen. Einerseits hören sie sich wie Darkest Hour an, und andererseits nach Trivium. Die Aufnahmen im Audiohammer Studios mit dem Produzenten Jason Suecof (Trivium) ist für Victory Records Verhältnisse gut gelungen, was man sehr deutlich an den Gitarren ausfindig machen kann, die cleaner nicht rüberkommen könnten. Pickt man sich einen Song heraus wie ‚The Yearning’, so werden hier geschickt die Gitarren in ein bedrohliches Schema eingefügt. Der Song baut allmählich seine Spannung auf, zwischendurch tauchen mal Moshparts, die nicht schlecht umgesetzt worden sind. Der Gesang steigt und sinkt gleich darauf wieder, erweist sich als vielfältig. Der vierte Song ‚Embrace The Quitter’, der sich sehr nach Trivium anhört, wird durch den nervigen Gesangspart etwas gestört, doch kann man sich auch hier die schönen Gitarrenriffs anhören. Die nun folgenden Tracks hören sich aggressiver an, und lassen an Bands wie Hatebreed und sogar Maroon erinnern. ‚One Last Thrill’ heißt der achte Song auf dem Album, und ist der interessanteste auf diesem Release, hier wird man mit flotten Gitarren und einem pochenden Schlagzeug überrollt. Besonders stechen die Gitarren hervor, die sich am Ende zu einem spanisch klingenden Solo hinreißen lassen. Am Ende sinkt das Tempo und man bekommt noch mal eine satte Prise an Riffs geboten. Insgesamt hat ‚Embrace The Gutter’ elf Songs, die sich an Härte kaum übertreffen lassen.

Fazit: ‚Embrace The Gutter’ ist das zweite Album von The Autumn Offering aus Florida. Hier wird eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie vielseitig doch sein kann. Im Grunde genommen werde hier keine Wünsche ausgelassen, um den Hörer zu imponieren. Jedoch zwingt sich mir manchmal der Eindruck auf, dass es eigentlich nichts neues ist, was man hier hört. Man kennt die oben genannten Bands, und kann sich daher auf eine Mixtur freuen, aber wie gesagt es ist nichts neues. Man hat das Rad nicht neu erfunden, aber man hat es dieses Genre vielseitiger gestaltet.

9/ 12 Punkten

Anspieltipps: ‚Embrace The Quitter’ / ‚One Last Thrill’ / ‚Final Cut’