Textures - Drawing Circles
Textures -  Drawing Circles (Listenable Records)
review by claus

 

Textures sind jetzt schon fünf Jahre lang zusammen und kommen aus den Niederlanden. Ihr erstes Album ‚Polars’ kam 2003 über das französische Listanable Records (Soilwork / Aborted) auf den Markt. Textures erhielt den niederländischen ‚Essent Award’ als ‚Most Promising Act’ ein Jahr nach der Veröffentlichung von ‚Polars’. Die sechs Jungs von Textures können auf Konzerte mit The Dillinger Escape Plan, Cult Of Luna und auch Machine Head zurückblicken, desweiteren haben sie auf diesem Album einen neuen Sänger engagiert. Das Motto von ‚Drawing Circles’ lautet: musikalische Strukturen zu erschaffen, sich vom Genre üblichen Sound zu entfernen und es so vielfältig wie möglich zu gestalten.

Das nun zweite Album von Textures wurde in Eigenarbeit aufgenommen, wie auch ‚Polars’, und bietet dem Hörer zehn Stücke an. Die Aufnahmen sind wirklich gut geworden, was man den cleanen Gitarrenparts deutlich heraushören kann. Auf diesem Album wird experimentiert und zwar mit Trash- und Deathmetal Anteilen, die hier überwiegen, und mit Elementen wie wir sie von Dark Tranquility her kennen. Der erste Song ‚Drive’ fängt druckvoll an und entwickelt sich von einem ruhigen Intro, zu einem aggressiven Stück und lässt stark nach Meshuggah erinnern. Der darauffolgende Song ‚Regenesis’ zeigt neurotische Züge und mutiert zu einem balladenmäßigen Track, der sich vom ersten Teil distanziert und sich nur auf Ruhe und cleanen Gesang besinnt. Bei diesem Album finden sich Tracks wie ‚Illumination’, die sich komplett abkapseln und eine andere Richtung ausweichen. Hier haben wir einen Song, der fast ein Intro von einem James Bond Film sein könnte, der Gesang vom Sänger kann sich auf ruhigere, und auch wieder auf schnellere Parts verändern, das macht es einen Ticken interessanter. ‚Drawing Circles’ hat im Vergleich zu ‚Polars’ einen Gang rausgenommen, und konzentriert sich ausschließlich darauf melodische und abwechslungsreiche Akzente zu setzen. Jedoch habe ich manchmal das Gefühl, dass sich Textures manchmal etwas zu vertrackt anhören, und deshalb über sich selber stolpern.

Fazit: Das zweite Album von Textures ‚Drawing Circles’ ist ein Album geworden, was sich durch einen Punkt auszeichnet, und zwar der musikalischen Vielfaltigkeit. Auf der einen Seite hat man brutale Trash- und Deathmetal Attacken zu erwarten, und auf der anderen Seite wird man mit der kreativen Seite von Textures konfrontiert. Ausserdem ist noch anerkennend zu betonen, dass ‚Drawing Circles’ in Eigenarbeit aufgenommen wurde, und sich wirklich fein anhört. Durch Spaß am Spielen, technischer Präzision und einer variierenden Stimme, zeichnen sich Textures aus.

10/ 12