The
Secret kommen aus Italien und entschieden sich aus From The Dying
Sky im Jahre 2003 etwas Neues entstehen zu lassen. The Secret
befinden sich zur Zeit als italienische Band auf dem kanadischen
Label Goodfellow Records, das auch Spitfire, Cursed und Taken
unter Vertrag haben. Sie haben bisher die Bühne mit Bands wie The
Dillinger Escape Plan, Poison The Well oder auch Shai Hulud
geteilt. ‚Luce’ verspricht ein völlig interessantes und
aussergwöhnliches Album zu werden. Auch muss man dazu sagen, dass
‚Luce’ jetzt schon zwei Jahre alt ist, und mir erst kürzlich
zugekommen ist.
Mir passiert es eigentlich
nicht wirklich oft, dass ich von einer Cd sofort begeistert bin,
aber dieses Album hat echt was Eigenes an sich. The Secret
kombinieren auf der ‚Luce’ Elemente von Metal über Noisecore
bis Post- Rock, um die einzigartige Atmosphäre zu gestalten, die
dunkel, dann aber auch wieder schlagartig in ruhige Gefilde umschwänken
kann. Hauptsächlich wird viel Wert auf das Instrumentale gelegt,
und das sehr präzise. Auffällig sind die häufigen Tempowechsel,
die sich in eine gewisse Anordnung reihen und somit einen
entscheidenen Faktor für die Vielfalt dieses Albums darstellen.
Der Gesang von Marco Coslovich ähnelt stark dem von Zao, weiß
aber hier besser zu gefallen, da er sich besser an das Chaotische
anpassen kann. Rein instrumental kann man mit The Secret locker
einen Vergleich mit Converge und Norma Jean ziehen, der Einfluss
der beiden Bands ist unüberhörbar. Anfängliche Wutausbrüche
entwickeln sich, in den meist über fünf Minuten gehenden Songs,
zu einem wundervollem Zusammenspiel zwischen Gitarren und
Schlagzeug. Einerseits ist die Band wirklich brachial, in dem was
sie durch ihre schnellen Parts und einigen Moshparts erreicht,
andererseits kann man auch ruhige Passagen hören, die durch die
Gitarren gut ins Gesamtbild passen. Eine Sache, die mich etwas stört,
ist der cleane Gesang im Song ‚Pretty Girls Make Graves’, der
nicht wirklich hineinpassen will, zwar gibt es am Gesang nichts zu
kritisieren, aber er passt halt nicht hinein.
Musikalisch
hat mir die Band einen Schlag in den Magen versetzt. Goodfellow
Records hat dieses Album vor bereits zwei veröffentlicht, und ich
ärger mich noch mehr, dass ich sie bis jetzt noch nicht kannte.
Ich kenne nicht wirklich viele Bands, die aus Italien kommen und
solch ein Werk an den Tag legen können, und darüber hinaus noch
auf einem kanadischen Label sind. ‚Luce’ gefällt mir, da es
sehr vielfältig ist und nicht versucht, eine der oben genannten
Bands zu imitieren. Das Album konzentriert sich nicht, einen
gewissen Stil zu spielen, sondern verschiedene Stile miteinandere
so zu kombinieren, so dass etwas Eigenes herauskommt, und manche
Band sich wünschen könnte, das auch mal gemacht zu haben.
11 /12