Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization
Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization (Victory Records)
review by claus

 

Scars Of Tomorrow bringen nach „Rope Tied To The Trigger“ ihr zweites musikalisches Werk auf Victory Records heraus. Dies ist ihr viertes Album, und ihre beiden ersten Releases wurden durch Thorp Records veröffentlicht. Durch den Wechsel nach Victory Records erhielten sie die Möglichkeit auf Tour mit Bands wie Atreyu, Norma Jean und Himsa zu gehen. Nachdem sie durch die USA und Canada getourt sind, steht im nächsten Jahr eine große Euro Tour mit Hand To Hand vor der Tür.

Kaum ein Wort hat die Metal / Hardcore Musiklandschaft in diesem Jahr so geprägt, wie ‚Metalcore’. Genau diesem Stil werden sie gerecht, indem sie belanglosen und einseitigen Metal spielen. Die Stimme von Sänger Mike Milford ist ziemlich verblasst und der klare Gesang taucht selten hervor, genau so sieht es mit dem Rest der Band aus. Anstatt mal Akzente durch gute Gitarren Riffs zu setzen oder es einfach so zu machen, wie auf ihrer letzten Album, das durch auffällige Gitarrenarbeit glänzte. ‚The Constant Horror Of Reality’ ist der erste Song und spiegelt genau das wieder, was ich gerade geschildert habe und zieht sich wie ein roter Faden durch den restlichen Verlauf der ‚The Horror Of Realization’ durch. Doch, es gibt zwei Ausnahmen, die aus dem Raster fallen. ‚The Hidden Grudge’ ist einer der Songs, der leicht an alte Zeiten der Band zurück erinnern lässt, aber nur durch die Hilfe von Alex Varkatzas, von Atreyu interessant wird, und ‚The Struggle’ ,der ohne die Unterstützung einer großen Band aufgenommen wurde. Genau solche Songs hätten dem Album einen neue Marke verleihen können, da in diesem Song alles das vorkommt, was bei den anderen Songs einfach fehlt, nämlich Eigenständigkeit und Vielfalt. Die Stimmeinlagen wechseln und das ganze wirkt durch die Gitarren melodisch.

Von Anfang an wird einem langweiliger und abgenutzer Metalcore geboten, der nicht mal ansatzweise an die ‚Rope Tied To The Trigger’ anknüpfen kann. Scars Of Tomorrow haben irgendwie nichts einzigartiges vorzuweisen, wodurch sie sich aus der Misere ziehen könnten. Um dieses Album in ein gutes Licht zustellen, bedarf es weder Schminke noch eines unverständlichen Artworks. Vielleicht sollten Scars Of Tomorrow den Titel ihres Album Titels zweimal durchzulesen, um endlich zu erkennen, wie sehr sie doch verändert haben.  

5 /12

 

Tracklist:
1. The Constant Horror Of Reality
2. The False Love In Lust
3. Murders And Madmen
4. SSnova
5. The Hidden Grudge
6. The Marks Of Time
7. The Unknown
8. 4Smith
9. This Autumn’s Bleeding
10. The Struggle
11. Onthe15

 

http://www.scarsoftomorrow.net

http://www.victoryrecords.com