Rise And Fall - Into Oblivion
Rise And Fall - Into Oblivion (Reflections Records)
review by claus

 

Eine neues Release aus dem Hause Reflections Records, das in letzter Zeit schon einige gute Releases von Blacklisted, Modern Life Is War und Doomriders veröffentlichte. Rise And Fall, die mittlerweile schon vier Alben und eine Split mit Paint The Town Red einspielten, bringen mit ‚Into Oblivion’ ihr bisher härtestes Album auf den Markt. Nicht nur, dass sie schon die Bühne mit diversen Bands wie Converge, 100 Demons oder Mental geteilt haben, sie wurden außerdem von Deathwish Records unter Vertrag genommen.

Nach ihrem letzten Album ‚Hellmouth’, das 2003 vom Münchner Label Join The Team Player Records an den Mann gebracht wurde, war schon ein harter Brocken. Das damals schon von unbändiger Intensivität , einer super Gitarrenfraktion geprägt war und sich damals schon mit Integrity Sachen messen konnte. Grob gesagt ist ‚Into Oblivion’ ein sehr emotionales Album, welches auch dazu dient seine Frustrationen damit abzubauen, also eine Art Selbsttherapie. Es ist extrem rau und erinnert leicht an Entombed oder auch Neurosis. ‚Into Oblivion’ bewegt sich zwischen düsterem Metal und Hardcore. Die Platte zeichnet sich auch dadurch aus, dass sich ihr Sound roh anhört, obwohl sie von Kurt Ballou produziert wurde. Das verleiht ihr das nötige Echtheitszertifikat, und stellt sicher, dass es sich mehr und mehr ins musikalische Gedächtnis brennt. Der letzte Song ‚Ruins’ ist ein instrumentales Stück, dass einen wieder auf den Boden bringt, von diesem harten Trip.

Auch zeichnet sich ‚Into Oblivion’ durch ein richtig gutes Artwork aus. Hierfür war niemand Geringeres als Jacob Bannon verantwortlich, der auch schon die Covers für As I Lay Dying, Converge (haha) oder Integrity entworfen hat, die ja alle in einer anderen Liga spielen, als die vier Knaben aus Belgien. Das Thema der Platte ist unschwer zu erkennen, es geht um den Nihilismus, der ziemlich eindrucksvoll dargestellt wird. Es würde sich schon alleine lohnen, sich nur das Artwork zu holen.

Abschließend ist zu sagen, dass Rise And Fall mit ‚Into Oblivion’ ein verdammt gutes Album gemacht haben, dass sich durch einen dreckigen und harten Sound auszeichnet. Für mich ist es ein Schmuckstück in meiner Playlist, und ich kann es kaum erwarten, wenn sie im Februar ihre Tour mit Doomriders bestreiten werden.

12 /12

 

Tracklist:
1. Forked Tongues
2. Failure Is As Failure Does
3. The Noose
4. Live In Sin
5. The Void
6. Into Oblivion
7. Stakes Is High
8. To Hell And Back
9. Lost Among The Lost
10. Ruins

http://www.riseandfall.org

http://www.reflectionsrecords.com