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Riotbeatshot aus
Essen, so die Labelinfo, spielen “druckvollen, aggressiven
Hardcore”, mit Texten um “sozialkritische Themen”.
Das
verspricht auch das Cover. Polizisten im Kampfanzug mit gezückten
Knüppeln und Soldaten mit geschultertem Gewehr. Insgesamt ziemlich
schick und aussagekräftig, wenn auch nicht besonders originell.
Also Cd eingelegt und dann gibt’s eine Überraschung. Wer bei der
Beschreibung des Stils und der Herkunft der Band tough-guy Mosh
erwartet, wird sich erstmal wundern.
Riotbeatshot
spielen eher Crossover im traditionellen Sinn (Ecke Downset, Rage
against the Machine mit rohem Hardcore) und die Einflüsse sind
vielfältig! Heftige Parts mit kehligem Gebrüll findet man ebenso
wie klassische Metallicks. Immer wieder unterbricht die Band diese
mit ruhigeren, fast jazzigen Passagen mit Sprechgesang, die mich
sofort an Rage against the Machine denken lassen (deren „Fistful
of Steel“ offensichtlich auch Vorbild zum Opener „Niye?“ war).
Hin und wieder zieht man das Tempo an, um dann im nächsten Moment
weiter im Midtempo vor sich hin zu grooven. Hin und wieder singt
Yakub richtig, dann brüllt er, um im nächsten Moment wieder zu
rappen (oder so ähnlich…).
Die
Sprünge zwischen den Stilen sind häufig, fallen aber nicht negativ
auf, weil die Band es trotz der breit gefächerten Einflüsse
schafft, die Songs wie aus einem Guss wirken zu lassen. Deswegen
wirkt „Brutality wears a Uniform“ sehr, ähm „real“, man hat
an keiner Stelle das Gefühl, die Band suche krampfhaft nach
originellen Ideen.
Ein
bisschen unzufrieden bin ich trotzdem. Vielleicht mit dieser
Geradlinigkeit mit der die Band zwischen HC und
„Sprechgesangspassagen“ wechselt. Das überrascht am Anfang,
wird aber bei Durchhören schnell durchschaubar.
Dass
„Brutality wears a Uniform“ für mich musikalisch insgesamt
etwas fade wirkt, liegt vielleicht auch an der Besetzung mit nur
einer Gitarre. Die lauten Teile klingen zu dünn, daran ändert auch
der wirklich krasse Gesang von Yakub nichts. Der „aggressive“
Funke will nicht so richtig überspringen, die Hardcore Seite der
Band wirkt auf mich nicht überzeugend. Das führt dazu, dass auch
die eigentlich gut gemachten „Crossover“- Stellen in den
Hintergrund treten. Eigentlich sehr schade, denn ich glaube genau
hier würde die Stärke der Platte liegen.
Insgesamt
ist „Brutality wears a Uniform“ eine Platte, der man vom
handwerklichen Standpunkt aus nichts vorwerfen kann, eingespielt von
einer sympathischen, jungen Band. Nach längerem Durchhören wirkt
sie jedoch leider etwas uninspiriert, was auch die konsequente und
ehrliche Umsetzung des Crossover nicht mehr ändern kann…
6/12
Punkte
Tracklist:
01.
Niye?
02.
Share a Grave
03.
Brutality (wears a Uniform)
04.
Helpless
05.
Fugitive Romance
06.
Rituals
07.
Duvar
www.riotbeatshot.de
www.bomback-records.de
www.ks-musik.de
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