Einen
überaus ungewöhnlichen Namen tragen Raunchy aus Dänemark. Ihr
letztes Release liegt mittlerweile 2 Jahre zurück und wurde auf
dem namenhaften Label Nuclear Blast Records herausgebracht.
‚Death Pop Romance’ ist ihr neuester Longplayer und ist in
diesem Monat auf dem chemnitzer Label Lifeforce Records
erschienen. Mit ihrem letzten Album ‚Confusion Bay’ gelang
ihnen 2004 der große Durchbruch auf dem internationelen Parkett.
Mit ihrer Mixtur aus melodischen Deathmetal und harten Riffs, gehörten
sie bereits mit Soilwork und In Flames zu den führenden Bands
dieses Genre. Bis sich dann Bandmitgründer Lars
Vognstrup nach 10 Jahren von der Band getrennt hat und Kasper
Thomson als neuer Sänger eingesprungen ist. Schließlich trennte
man sich 2005 von Nuclear Blast und wechselte auf Lifeforce
Records.
Raunchy
bezeichen ihre Musik selbst als ‚Futuristic Hybrid Metal’, was
man auch Modern Metal nennen kann. Mit einer Mixtur aus
Deathmetal, angelehnt an In Flames, knallharten Trashriffs und
einem herausragenden Drummer, das sehr gerne an Fear Factory
erinnern lässt. Die Band ist in ihren Songs sehr vielseitig, da
sie beharrlich darauf achten, dass sie die harte Seite mit ihrer
weichen Seite, dem popartigen, ständig in Symbiose bringen. Neben
dem instrumentalischen ist der klare Gesang von Sänger Kapser
Thomsen und Keyboarder Jeppe Christensen besonders hervorzuheben.
Das Gesangssprektrum beider Sänger variiert zwischen aggressiven
Shoutouts und melodischem Popgesang. Das Album wurde von Tue
Madsen, der auch mit The Haunted , Cataract oder Hatespere
arbeitet, in Dänemark produziert.
Das
neue Album ‚Death Pop Romance’ von Raunchy hat sich im
Vergleich zum Vorgänger Album ‚Confusion Bay’ nicht wirklich
weiterentwickelt. Die Ideen sind zwar da, aber werden nicht
wirklich umgesetzt. Das kann natürlich daran liegen, dass sie das
Label und ihren Sänger gewechselt haben. Raunchy sind
interessant, weil sie im Vergleich zu anderen Bands aus ihrem
Genre vielseitig sind und den Hörer dazu veranlassen, die Cd gut
zu behüten, da sie nie eintönig und langweilig wird. Der Album
Name passt genau zur Musik der Band. Gute Leistung, die die Band
da abgeliefert hat.
10
/ 12 Punkten