Neun
lange Jahre hörte man nichts mehr von The Path Of Resistance, die
1997 ihr berühmt berüchtigtes Album ’Who Dares Wins’ über
das noch etwas andere Victory Records veröffentlicht haben. Die
Band endstand, als Earth Crisis 1996 einen schweren Unfall mit
ihrem Van hatten, und sich dadurch Drummer Dennis Merrick schwer
verletzte. Um jedoch die Message und den Spirit bei Konzerten zu
entfalten, entschloss man sich The Path Of Resistance zu gründen.
Eine Band, die zwar für viele unbekannt sein dürfte, die es aber
geschafft hat, unglaubliche 250'000 Cds zu verkaufen. Natürlich
nicht vergessen zu erwähnen, dass die Band aus Mitgliedern von
Earth Crisis und Freya besteht. ‚Cant’ Stop The Truth’
stellt einen Zeitsprung in alte Zeiten dar, als der Musikstil
Hardcore nicht all zu weit verbreitet war.
Fangen
wir mal an zu untersuchen, was diese Cd so hergeben wird. Unüblich
für ein solches Release sind auf jeden Fall die dreizehn Tracks,
die hier zum Besten gegeben werden. Normalerweise stellt man sich
bei einer Band wie The Path Of Resistance darauf ein, dass sie
entweder eine Ep, oder eine 7“ herausbringen. Wie erwartet,
vernimmt man direkt am Anfang nicht irgendein Intro oder
dergleichen, sondern man wird sofort mitten ins Geschehen
katapultiert. ‚Cant’ Stop The Truth’ heißt der erstes Song,
und wird durch mächtigen Gesang von Karl Beuchner, Scott Crousen
und Jonathan Dennison eingeleitet, wohlgemerkt drei Sänger. Wobei
Karl Beuchner durch seine markante und etwas höhere Stimme
herausfällt. Alles folgt einem bestimmten Schema: Shout Outs, die
in Mark und Bein übergehen, und einem sehr old school balastigen
Hardcore. Schnelle Gitarrenparts und flotte Drumparts werden
wunderbar kombiniert, so dass dabei ein rauhes, melodisches und
hartes Umfeld entsteht, das sich nahtlos an die ‚Who Dares
Wins’ anreiht. Das man sich sehr stark nach Earth Crisis anhört,
versteht sich wohl von selbst. Genau wie bei Integrity sieht man
hier auf dem Cover Totenköpfe, kleine Teufel und aztekische
Kreaturen. Anders wie erwartet, sieht man kein herausstechenes
Foto von einem Konzert, sondern eines, wie man es von Metal Bands
her kennt. Die Lyrics sind alle recht negativ, wie zum Beispiel
bei Songs wie ‚Blood Trail’, oder auch ‚Into Emptiness’.
Es
wundert mich gerade, dass Victory Records jetzt ‚Can’t Stop
The Truth’ herausbringt, zwar haben sie die ‚Who Dares Wins’
veröffentlicht, aber zu einer Zeit, als es noch keine Bands wie
Atreyu oder Hawthorne Heights auf dem Label gab. Ich denke, dass
Bridge Nine Records ein wohl passenderes Label für eine Band wie
The Path Of Resistance wäre, da sich das Umfeld dort nicht so
stark unterscheidet, wie jetzt bei Victory Records. Einer Band wie
dieser, werfe ich sicherlich nicht vor, sich über Victory Records
zu profilieren, es passt nur nicht ganz in das Bild von der Band,
welches ich von ihr hatte. Gut, Earth Crisis waren auch mal auf
Roadrunner Records.
‚Can’t
Stop The Truth’ ist es wirklich gutes Album geworden. Die
Produktion ist gut gelungen, so dass man wirklich denkt, sie stämme
aus den neunziger Jahren. The Path Of Resistance sind nach neun
Jahren zurückgekehrt, um die Massen aufzuheizen. Einerseits durch
den knallenden Sound, und andererseits, durch den mächtigen
Gesang. Bald wird die Band auf Europa Tour sein, und Halt in
Deutschland machen. Ein Ereignis, was man nicht verpassen sollte.
10 /12