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Drive - Killing With A Smile |
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Parkway
Drive
- Killing With A Smile (Resist Records)
review by claus |
In
Australien gibt es das Great Barrier Riff, viele Kängurus und
ebend viel Steppe, so weit das Auge reicht, aber gibt es auch
Bands aus diesem weit entfernten Kontinent? Ja, es gibt sie, zwar
nicht viele und auch nicht welche, die mal durch Europa oder den
Staaten touren. Parkway Drive ist eine davon, und kommen aus
diesem unscheinbaren Teil dieser Erde. Sie haben es sich auf die
Fahne geschrieben den großen Bands wie Unearth, Bleeding Through
und auch Throwdown die musikalische Stirn zu bieten. Vor drei
Jahren hat man sich im Sommer gegründet und nach kurzer Zeit kam
eine Split Ep und ihrer Debut Ep ‚Don’t Close Your Eyes’.
Diese besagt Ep schlug ein wie eine Bombe, und verschaffte ihnen
eine wachsende Anhängerschaft. Im Mai kam dann ‚Killing With A
Smile’ über Resist Records herraus, dadurch konnte man die großen
Bühnen mit Bleeding Through, As I Lay Dying oder auch In Flames
teilen.
Als
ich mir Parkway Drive zum ersten mal zu Gemüte führte, dachte
ich eigentlich, dass sie die australische Antwort auf Unearth
sind. Vieles haben diese Bands gemein, wie den Gesang, die
Melodien und auch ähneln sich teilweise die Gitarren. Abgekupfert
wird hier dennoch nichts, sondern eher erneuert und verfeinert.
Gut, dass ich bei ihnen an Unearth denke, kann vielleicht auch gut
daran liegen, dass Parkway Drive ihr Album in den Zing Studios in
den Usa aufgenommen haben, wo sich Bands wie Unearth, From Autumn
To Ashes und Killswitch Engage ihren Sound abgeholt haben. Das
Debut Album ‚Killing With A Smile’ fängt schon mal sehr stark
an, und zeichnet sich durch einprägende Riffs, schnellen
Drumparts und markanten Gesang auf. Besonders fallen hier die
vielen Gitarrenriffs auf, die nicht brechnend, sondern sehr
melodisch sind. Ein wichtiges Element hierbei sind die Moshparts,
stehen denen von Bleeding Through oder Bury Your Dead in nichts
nach, und auch sind sie nicht dominant, so dass man diese Band nicht in
einen Schublade stecken sollte. Weiter geht es mit Tracks wie
‚Romance Is Dead’, der es versteht, sich dem Bollo Image zu
entziehen, obwohl er aus vielen Beatsdowns besteht, die dennoch
nicht monoton sind. Am Ende des Songs ziehen sich klasse Riffs
durch, die verdammt gut, schnell und präzise sind, und dieses
Lied zu etwas mehr Vielfalt verhelfen. Den riesigen Einfluss von
Unearth kann nicht bestreiten, wo sich der Gesang doch in vielen
Stückenso stark ähnelt, aber wie gesagt, hier wird nicht
kopiert. Mit ‚Smoke ‚Em If Ya Got ‚Em’ haben sie einen der
härtesten, brachialsten und ausbrachswütigsten Songs, den ich
bis jetzt gehört habe. Man wird mit Moshparts überrollt, die
sich durch den ganzen Song ziehn. Moshparts, die sich beliebig
anders anhören und dadurch andere Kapellen aus diesem Genre
locker hinter sich lassen können, und ich frage mich, wie die
Halle nach solch einer Attacke sich noch halten kann. Auch haben
wir einen ruhigen Track wie ‚It’s Hard To Speak Without A
Tongue’, der nochmal die instrumetalen Fähigkeiten von Parkway
Drive deutlich unterstreicht.
Fazit:
Parkway Drive ist die Entdeckung aus Australien, einem Teil dieser
Erde, vom dem man nicht wirklich viel gehört hat. Dieses Debut
hat so viele einbrennende Parts, und besticht durch einen wütigen
Gesang, einer Gitarrenfraktion, die ihr Handwerk richtig gut
versteht und einem Drummer, der sich dem 0815 Takt entzieht. Man
wird noch sehr viel von dieser Band hören, und auch sollte man
sich nicht wundern, wenn sie es irgendwann schaffen sollten, dass
die oben genannten Bands als Support für Parkway Drive spielen
sollten. In diesem unübersichtlichen Metalcore Gebiet gibt es
wenige Bands, die sich wirklich hervorheben können, jedoch ist
Parkway Drive eine davon.
11
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