Omission - Refuse Regress
Omission - Refuse Regress
review by florian

 

Omission sind ja wegen ihres undankbaren Openerplatzes beim diesjährigen Hardcore Meeting in Arnhem etwas untergegangen. Leider, wie ich damals schon fand, weil sie eine überzeugende Show gespielt haben.

Jetzt ist jedenfalls ihr erstes Album raus, „Refuse Regress“ heisst das Teil und man fragt sich so’n bischen warum.

Denn rein musikalisch ist man doch etwas  in der Zeit zurückgegangen und präsentiert rauen Hardcore mit dann-mach-ich-mein-Ding-eben-alleine-Texten, der nach Straße klingt und genauso gut vor 15 Jahren hätte gespielt werden können.

Denkt man! Das Interessante an „Refuse Regress“ erschließt sich erst beim zweiten Durchhören. Immer wieder gibt es rockige Details (man beachte den Schellenring in „Aim for the Heart“!), das Riffing ist durchweg anspruchsvoll und trägt vereinzelt sogar stoner- oder bluesrockige Züge. Plötzlich tun sich Gitarrensoli und melodische Gitarrenlicks auf. Es ist wirklich spannend, zu sehen, wie detailverliebt Omission hier Songs geschrieben haben.   „Refuse Regress“ ist bei allen Old School Elementen, wie dem kehligen Gesang, dem doch recht hohen Tempo und Gangvocals, weit davon entfernt, angestaubt oder abgekupfert zu klingen. „Refuse Regress“ ist in dieser Hinsicht eher eine Hommage an Rock- und Hardcore Pioniere gleichermaßen.

Das Resultat ist ein schwungvolles, frisches Debutalbum, dem es leider wegen der recht dünnen Produktion an Durchlagskraft mangelt. Ansonsten: sehr ordentlich und für Leute, denen Comeback Kid zu glatt sind, Pflicht!

 

9/12 Punkte

 

  1. Walk the Walk
  2. Bled with you
  3. Refuse Regress
  4. Thirteen
  5. Never again
  6. The End
  7. Wall to Wall
  8. Aim for the Heart
  9. Held Back
  10. Closer

 

www.thisisomission.net

www.reflectionsrecords.com