Eine
Band, deren Zusammensetzung schon etwas komisch ist, die eine Hälfte
kommt aus New York, und die andere Hälfte aus den Niederlanden.
Mit Mitgliedern von Bands wie Charles Bronson und auch Mainstrike,
hat man sich zusammengeschlossen, und bringen nun ihr zweites
Album, nach ihrer ‚Selftitled’ Cd über Dim Mak Records
heraus. Dim Mak Records ist bekannt für Entdeckungen von Blood
Brothers, From Monument To Masses, Pretty Girls Make Graves, um
mal ein paar Bands zu nennen. Auch passiert es nicht ganz so häufig,
dass sich eine Selftitled Cd 15.000 mal verkauft. Hier haben es
wir mit einer Band zu tun, die sich nicht an musikalische Grenzen
hält.
Das
Cover von ‚Mini Lp’ ist wohl genauso kontrovers wie die Band
selbst. Eine vernebelte Landschaft, die mit ein paar Bäumen und
vielen großen Steinen, das war es. Man kann sich glücklich schätzen,
wenn man den kleinen Namen der Band in weiß erkennen kann. Hier
findet man nicht mal den Albumnamen, geschweige denn die Tracks,
so wird man auch enttäuscht, wenn man das Booklet mal sieht,
zweiundzwanzig Seiten umfasst es, und scheint sehr interessant zu
sein. Weit gefehlt, man sieht nur ein einziges Bild von einer
Blume, die von Bild zu Bild schärfer wird, und an ein Daumenkino
erinnern lässt. Die Krönung des Ganzen ist noch, das hinten zwar
alle Texte und Infos zu Das Oath stehen, aber die mit Bleistift
geschriebende Schrift, total verwischt ist. Es ist nicht einfach
Musik zu beschreiben, die sich an keine Gesetze, Rhythmen oder
einer gewissen Line nachfolgt, nein, hier herrscht das pure Chaos.
Wenn ich so das Album höre, dann denke ich primär an The Locust,
und sekündär an Converge. Wobei sie noch viel abgehobener und
chaotischer sind, als The Locust, aber nicht Converge. Den
Hardcore Einfluss spürt man von Anfang an, und auch Punkeinflüsse
aus den 70er Jahren sind auch vorhanden, jedoch liegt die Priorität
hier im Chaos. Eigentlich sind sie überall kontrovers, was sich
nicht nur in der Musik, oder dem Artwork ausdrückt, sondern auch
an ihren Songliedern, wie zum Beispiel ‚You Will Never Never
Never Never Know Me’, oder ‚Stand Atop The Precipice And The
Bouldner A Tap’. ‚Miniclip’ besteht aus neun Songs, und
jeder Track dauert nicht länger als eine Minute, vielleicht beim
letzten, da sind es drei Minuten geworden. Das Oath verschwenden
keine Zeit, und bringen das wohl kürzeste Album heraus, was ich
jemals gehört habe. Geschlagene dreizehn Minuten werden gespielt,
wobei der letzte Song, ein richtiger Knaller ist. Eigentlich
sollte der letzte Song ‚Mouldering’ zehn Minuten gehen, hört
aber nach der dritten Minute auf.
Fazit:
Diese
Band ist einfach nur krank, und das meine ich im positiven Sinne.
Das Oath ist Rebellion pur, und das zeigt sich deutlich in ihrer
Musik. Man legt keinen Wert auf Klang und Harmonie, sondern auf
Chaos und Zerstörung. Doch muss man sich erstmal daran gewöhnen,
und auch man muss den Jungs, diese sehr lange Spielzeit von
unglaublichen dreizehn Minuten verzeihen, die dafür aber sehr
intensiv sind.
9
/12