Die
Haltbarkeitszeit bei Bands aus dem Hardcore Genre ist nicht
wirklich auf lange Zeit ausgerichtet, also wirken die neun Jahre
Bandgeschichte von No Turning Back schon fast wie eine halbe
Ewigkeit. Die Band hat in der langen Zeit viel geleistet, was man
zwei Alben, drei Mcd’s und noch viel mehr aufgenommen haben,
erkennen kann. Ein Jahr ist es her, als die niederländischen
Jungs von No Turning Back einen Vertrag bei Bridge Nine Records
unterzeichnet haben und es steht nach „Rise From The Ashes“
ein neues Album vor der Tür. Mit ihrem kommenden Album „Holding
On“ ist die Band reifer geworden und behält ihren
unverwechselbaren Stil bei.
No
Turning Back haben schon immer versucht dem New York Hardcore mit
ihrer Musik einen Tribut zu zollen, und haben sich dabei nie
anderweitig orientiert. Den Erfolg der Band darf man auch nicht
abstreiten, denn es ist eine der Bands, die sich über die Grenzen
Europas einen Namen gemacht hat. ‚Holding On’ macht sich
dadurch einen Namen, dass es wesentlich ausgereifter und
strukturierter wirkt als sein Vorgänger. Der Gesang wirkt
aggressiver und nachhaltiger als es zuvor der Fall gewesen ist und
die einzelnen Songs klingen geordneter und melodischer. Man sollte
sich nicht wundern, wenn die Musik insgesamt etwas monoton klingt,
denn es ist wohl nicht das Ziel der Band mit ihrer Musik etwas
Neues zu schaffen. Das Album beinhaltet Vierzehn Tracks und
erstreckt sich über eine Gesamtlänge von einer halben Stunde.
Als kleine Leckerei gibt es einen Song namens ‚Alive Or Dead’,
der mit Aram Arslanien aufgenommen wurde. Der besagte Herr war der
Sänger von Betrayed und der Gitarrist von Champion. Einer der
Songs, die wirklich hervorstechen. Auch stechen Songs wie ‚Take
Your Guilt’ oder ‚Two Steps Ahead’ besonders heraus, da sie
sehr abwechslungsreich sind. Was ganz besonders auffällt, ist das
Artwork, das wie ein Tattoo aussieht. Es stellt eine Eule dar, die
eine Schlange mit ihren Krallen festhält.
Das
neue Album von No Turning Back aus Holland ist etwas anders
geworden, als ich es mir vorgestellt hätte. Damals war ich von
der ‚Rise From The Ashes’ etwas enttäuscht, da sie für eine
Band wie diese zu belanglos ausfiel. Die neue Scheibe ‚Holding
On’ bringt viel mehr Schwung ins Geschehen mit hinein und
versucht sich vom allzu monotonen Stil, den viel zu viele Bands
heutzutage spielen, zu entfernen. Insgesamt lässt sich also
sagen, dass sich die Band vom stumpfen und ausgelutschten New York
Hardcore Geträller abhebt.
9/
10