No Turning Back - Rise From The Ashes
No Turning Back - Rise From The Ashes (Reflections Records)
review by claus

 

No Turning Back bestehen nun seit 8 Jahren und haben sich in dieser Zeit zu einer der bekanntesten europäischen Hardcore Bands gemausert. Gerne werden sie auch als die holländischen Madball tituliert. Kürzlich hat Bridge 9 Records sie unter Vertrag genommen, die für ihre legendären Releases wie Ten Yard Fight, Slapshot oder auch Tenfold bekannt sind. Nach ‚Revenge Is A Right’ und ‚Damage Done’ ist das ihre dritte Scheibe, der eigentlich kein richtiger Longplayer ist, worauf ich aber später noch komme.

Mit der ‚Revenge Is A Right’ fing es schon an, Texte gerpägt von Rache, Hass und Gerechtigkeit. Was schon so unglaublich unglaubwürdig begann, spiegelte sich in der musikalischen Ebene wieder. Zwar überwog der letztere Teil, aber ließ doch oft zu wünschen übrig, was aber bitter nötig war, um in der Masse von Bands nicht unterzugehen. Einflüsse von Madball, also New York Hardcore sind sehr deutlich zu spüren. Auf der danach folgenden Split mit ‚The Deal’, hat die Band Eigenständigkeit gefunden, sich vom Tough Guy Image etwas entfernt und spielten auch gute Old School Songs ein. Das Breakdown Cover ‚Vengeance’ haben sie auch gut eingespielt und erweckten den Eindruck, dass die ‚Revenge Is A Right’ nur ein Ausrutscher war. Der zweite Longplayer ‚Damage Done’ versprach einen deutlichen Fortschritt von No Turning Back, da man das Gefühl hatte, dass sie sich positiv entwickelten. Die Breaks und die Tempowechsel wurden an die richtige Stelle gesetzt und man konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben. Nun kommt aber der große Haken, ‚Rise From The Ashes’ ist kein neuer Longplayer, da die Cd Version noch die drei Songs von der Split mit ‚The Deal’ beinhaltet und nur ein neuer Track vorhanden ist. Auf der 7’ sind statt neun, nur fünf Songs enthalten.

Festzustellen ist, dass No Turning Back das Rad nicht neu erfinden, aber sich doch vom schlechten Eindruck der ’Revenge Is A Right’ entfernen. ‚Rise From The Ashes’ ist nichts eigenständiges und auch nichts neues, daher kann sie auch nicht an die ‚Damage Done’ anknüpfen. Dieses Release reißt einen nicht wirklich vom Hocker und ist auch nicht wirklich vielfältig, daher sollte man besser auf wirklich neue Songs, der Jungs aus Holland warten und schauen, ob sie die ‚Damage Done’ in den Schatten stellen können oder eben nicht.

 

7/12 Punkten

 

Tracklist: 

1. True Colors
2. Sick World
3. Tomorrow will be different
4. Rise from the Ashes
5. Down & out
6. Poisoned Tongues
7. Play my Game
8. Worthless lines
9. Vengeance (Breakdown-Cover)

http://www.noturningback.nl

http://www.reflectionsrecords.com