Angefangen
haben Machine Made God aus dem Ruhrgebiet im Jahre 2003, damals
schon konnten sie mit nationalen sowie mit internationalen Acts,
u.a. Caliban,
God Forbid, Heaven Shall Burn, Cataract, Born from Pain und As I
Lay Dying Bühnenerfahrung sammeln. Auch konnten sie ohne einen
Plattenvertrag auf dem bekannten Pressure Festival im Jahre 2005
ihr Talent unter Beweis stellen. 2004 stürmten sie das Studio, um
ihr Demo aufzunehmen. Wie Neaera veröffentlichen Machine Made God
ihr Debut über das allseits bekannte Label Metal Blade. Als
Produzent wurde Hatesphere – Frontmann Jacob Brendal engagiert,
der daraus ein gutes Werk geschaffen hat.
Im
April und Mai 2005 begab man sich schließlich ins Studio, um
‚The Infinity Complex’ aufzunehmen. Der Longplayer enthält 13
Songs mit 43 Minuten Gesamtlänge, was nicht nicht alle Tage
vorkommt. Man sollte immer vorsichtig sein, Vergleiche mit Caliban
zu ziehen, die ja das europäische Metalcore Zepter halten. Doch
hier ist der Vergleich teilweise berechtigt, denn Machine Made God
spielen einen grandiosen Mix aus kompromisslosem Deathmetal und
‚Swedish Metal’, hinzu kommen noch die unzähligen
Moshparts. ‚The Infinity Complex’ ist dazu ein facettenreiches
Album, ‚Butterfly Coma’ ist zum Beispiel ein reines Gitarres
Stück, das diese aggressive Atmosphäre etwas auflockert.
Besonders wird auf kleine Details geachtet, wie etwa der Anfang
von ‚Downpour Or Emptiness’ und ‚Your Own Fault’, oder die
Stimmänderung des Sängers bei ‚Kiss Me Now, Kiss Me Later’,
was man sonst nicht aus dem Album heraushört. Der Gesang von Sänger
Flow Velten, der zwischen klarer Aussprache und manischen Wutausbrüchen
auswählen kann, was zwar nicht besonders ist, aber Live zum
Beispiel deutlich unterstrichen wird. Die Grundstimmung des Albums
ist düster, was man nicht nur durch die Titel erkannen kann,
sondern auch durch das Outro ‚Snow White’, was aus einem
cleanen Gitarren Part besteht.
Machine
Made God bringen mit ‚The Infinity Complex’ ein Metal Album
auf den Markt, das sich locker mit anderen Größen aus diesem
Genre messen lassen kann. Obwohl die Band erst seit 2003 besteht,
und dazu noch auf Metal Blade Records aufgenommen worden sind,
zeigt das sie ein riesiges Potential besitzen, und dieses locker
unter Beweis stellen können. ‚The Infinity Complex’ ist nur
der Grundstein, den sie für einen langen und erfolgreichen Weg
gelegt haben. Metal Blade Records haben ein geschicktes Händchen
für Bands mit riesigem Potential, was sie auch schon mit Neaera
bewiesen haben, die ja auch wie Machine Made God ihr Debut auf dem
riesigen und ruhmreichen Label veröffentlicht haben. Auch sollte
man sich die Band nicht Live entgehen lassen, also wer sich das
Album nicht kauft, ist selber Schuld.
11 /12