Hier
hat das belgische Goodlife Label, dass sich ja immer so schön
“quality hardcore” auf die Fahnen schreibt, einen ganz dicken
Fisch an Land gezogen. Mit Hardcore hat das ganze zwar nicht so
viel zu tun, aber das hat GL eh noch nie so recht gestört.
Hier
wird ein Gebräu aus Death und Industrial Metal angesetzt, das
seines Gleichen sucht. Nicht umsonst sind In Quest im Moment mit
den Lärm Übervätern Nile auf Europa Tour und da bleibt sicher
kein Auge trocken, denn vom Mosh-Gewitter á la Nile sind In Quest
nicht weit entfernt. Hier findet man allerdings weniger
abgefahrene Sound Experimente, sondern eher Mosh mit mid-Tempo
Soli und das in einem
1a produzierten Klang-Gewand. Besonders der Sänger schafft es
durch sein Gemisch aus Growls, Shouts und Grunts (knurren, rufen
und grunzen klingt echt blöd) den gesamt Sound zu variieren.
Auf
ihrem bereits vierten Longplayer bewegen sich die Jungs von In
Quest weg vom eher Kult-Status früherer Tage zu einer echten Größe.
Spontan fallen mir als Vergleich Strapping Young Lad oder aber die
guten alten Fear Factory ein, nur dass man auf dieser Scheibe
leider keine eingängigen Songs mit Hit-Faktor finden wird, die FF
ja so groß gemacht haben.
Das
ist auch das einzige Manko was ich auf „the comatose
quandaries“ finde. Technisch perfekt, Sound perfekt, aber in den
Tanztempeln der Nation wird man wohl selten einen Song dieses
Wucht-Werkes zu hören kriegen. Dennoch wird jeder der auf
Strapping Young Lad, Fear Factory, Meshuggah, und wie sie alle heißen,
steht mit dieser Scheibe glücklich werden.
9/12
Punkte