In Quest - The Comatose Quandaries
In Quest - The Comatose Quandaries (Dockyard1 Records)
review by stephan

 

Hier hat das belgische Goodlife Label, dass sich ja immer so schön “quality hardcore” auf die Fahnen schreibt, einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Mit Hardcore hat das ganze zwar nicht so viel zu tun, aber das hat GL eh noch nie so recht gestört.

Hier wird ein Gebräu aus Death und Industrial Metal angesetzt, das seines Gleichen sucht. Nicht umsonst sind In Quest im Moment mit den Lärm Übervätern Nile auf Europa Tour und da bleibt sicher kein Auge trocken, denn vom Mosh-Gewitter á la Nile sind In Quest nicht weit entfernt. Hier findet man allerdings weniger abgefahrene Sound Experimente, sondern eher Mosh mit mid-Tempo Soli  und das in einem 1a produzierten Klang-Gewand. Besonders der Sänger schafft es durch sein Gemisch aus Growls, Shouts und Grunts (knurren, rufen und grunzen klingt echt blöd) den gesamt Sound zu variieren.

Auf ihrem bereits vierten Longplayer bewegen sich die Jungs von In Quest weg vom eher Kult-Status früherer Tage zu einer echten Größe. Spontan fallen mir als Vergleich Strapping Young Lad oder aber die guten alten Fear Factory ein, nur dass man auf dieser Scheibe leider keine eingängigen Songs mit Hit-Faktor finden wird, die FF ja so groß gemacht haben.

Das ist auch das einzige Manko was ich auf „the comatose quandaries“ finde. Technisch perfekt, Sound perfekt, aber in den Tanztempeln der Nation wird man wohl selten einen Song dieses Wucht-Werkes zu hören kriegen. Dennoch wird jeder der auf Strapping Young Lad, Fear Factory, Meshuggah, und wie sie alle heißen, steht mit dieser Scheibe glücklich werden.

 

9/12 Punkte

http://www.dockyard1.com