If Hope Dies - Life In Ruin
If Hope Dies - Life In Ruin (Metal Blade Records)
review by henny

 

Drei Releases in vier Jahren, ununterbrochenes Touren, und nebenbei noch ein neues Album - faul geht anders, und so haben sich die aus Auburn/New York stammenden If Hope Dies schnell einen Namen gemacht. Gerade die Touren mit Größen wie Unearth, As I Lay Dying oder Hatebreed haben dem Fünfer einen respektablen Bekanntheitsstatus beschert. Und wie es sich gehört zeigen sie sich erkenntlich indem sie auch uns bescheren.

„Life In Ruin“ heißt das Baby, für dessen Produktion sich Jason Suecof verantwortlich zeichnet. Dieser war bereits für Trivium und God Forbid an den Reglern tätig, sodass auch If Hope Dies sich trotz Brutalität und Wuchtigkeit der Songs an einem glasklaren Klang erfreuen können. Und wuchtig ist das Album mit Sicherheit: Nach einem nur wenige Sekunden währenden Intro geht es mit „Burned Out“ sofort zur Sache. Als erstes Highlight des Albums folgt „Anthem For The Unemployable“, ein Song, der sich ohne weiteres mit den Größten des Metalcores messen kann. Wie aus dem Lehrbuch werden aggressive Gitarren gepaart mit Doublebass-Attacken, dazu kommt Sänger Alan French, der bei dieser Gelegenheit beweist, dass er auch zu gesungenen Vocals in der Lage ist. Highlight Nr. zwei nennt sich „Fear Will Keep Them In Line“ und zeichnet sich durch melodiöseres Riffing aus, während die Vocals hier wieder sehr angepisst klingen und einen netten Kontrast bilden. In ähnlicher Manier geht es dann weiter. Im Gegensatz zu anderen weniger glücklichen Konsorten schaffen If Hope Dies es ihr Niveau das ganze Album hindurch zu halten, sodass auch der letzte Song  „Life In Ruin“ noch interessant klingt. Doch nicht nur musikalisch haben die Jungs etwas zu bieten, auch inhaltlich lohnt sich das Zuhören. Denn wie im Metalcorezirkus nicht unüblich beschäftigen sich auch If Hope Dies in ihren Lyrics mit sozialen Missständen und möchten den Hörer zu gesellschaftlichem Bewusstsein anregen.

Entgegen all diesen Lobeshymnen haben If Hope Dies aber auch ein nicht selten vorkommendes Problem: Es fehlt ihnen an Besonderem, an Einzigartigkeit. Sie fügen sich nahtlos in die Reihe ihrer Referenzen ein ohne dem Hörer etwas Neues zu bieten. So bleibt der schale Nachgeschmack eines Albums, das wirklich gut ist und trotzdem nicht begeistern kann.

 

9 /12

 

 

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