The Forecast - In The Shadow Of Two Gunmen
The Forecast - In The Shadow Of Two Gunmen (Victory Records)
review by claus

 

Victory Records brauche ich jetzt wohl nicht mehr vorstellen, es gehört zu den größten Plattenfirmen im Independent Bereich. Mit derzeitigen Veröffentlichungen von Hawthorne Heights, Dead To Fall und auch The Path Of Resistance können sie eine riesen Resonanz aufweisen. Wie man an den oberen Bands erkennen kann, beschränken sie sich nicht auf einen Stil. Also ein Label, dass Emo, Metal und Hardcore vertreibt, und das sehr viel Erfolg damit hat. The Forecast reißen sich aber von dem besagten Muster aus. Ein schwarzes Schaf unter einer weißen Schafsherde, könnte man meinen, denn sie entsprechen nicht dem gewohnten Stil dieses Labels und seiner Kundschaft. Nach ihrem 15.000 mal verkauften Debut ‚Late Night Conversations’ haben sie schon unter Beweis gestellt, wie sich ein ungewohnter Musikstil doch so stark durchsetzen kann.

The Forecast kommen aus Peoria, Illlinois und musizieren jetzt schon seit über fünf Jahren. In den ABC News nahm man Notiz von dieser innotiven und bestechenden Band. ‚In The Shadow Of Two Gunmen’ zeichnet sich in Allem aus, einerseits durch den Gesang, und andererseits durch die Instrumente. Interessant zu sehen, dass alle ein Instrument in den Händen halten,und dass wir bei dieser Band eine Frau am Mikrofon haben. Auf dem Cover sind zwei Cowboys dargestellt, was wahrscheinlich auf den Teil an Country schließen soll, denn fast jeder Track fängt mit einem Country angehauchten Intro an, aber dennoch sind sie keine Country Band, doch sind sind maßgeblich davon beeinflusst worden. Die Atmosphäre ist ruhig und harmonisch, aber kann auch aufbrausend werden. Die Gitarren kann man gut raushören, und erschaffen diese ruhige Stimmung, in dem auch bei ruhigen Songs mal wunderbar an der Gitarre gezupft wird. Ganz klar hervorzuheben sind die Stimmen von Matt Webb und Shannon Burns, die sich nahtlos aneinander passen. Die Stimme von Shannon ist wirklich wunderschön, sehr natürlich und ihr Gesangsspektrum ist riesig, ich könnte es ihr wirklich nicht ansehen, dass sie solch eine bezaubernde Stimme hat. Wenn wir jetzt mal einen Vergleich zwischen Candace Kucsulain von Walls Of Jericho mit der von Shannon Burns ziehen sollten, würden Welten dazwischen liegen. Nehmen wir zum Beispiel den dritten Song ‚(May You One Day) Carry Me Home’, dieser fängt mit dem männlichen Gesangsteil an, und nach und nach verlaufen sich die zwei Stimmen ineinander, was wirklich schön klingt. The Forecast zaubern eine gelungene Mixtur, welcher sich hauptsächlich in Indie Rock mit Einflüssen aus dem Punk und der Country Musik ausdrückt. Insgesamt werden zwölf Songs mit einer Länge von knapp vierzig Minuten gespielt. Abgerundet wird dieses Album durch die Produktion von John Naclerio (My Chemical Romance), der seine Arbeit wirklich gut gemacht hat.

Ich kannte The Forecast bis dato leider nicht, dass sie auf Victory Records sind, wusste ich schon. ‚In The Shadow Of Two Gunmen’ zeigt mir deutlich, dass ich ich sie mir hätte vorher mal anhören müssen, da sie atemberaubend ist. Dieses Album ist harmonisch, schön und sehr melodisch, und deshalb ist gute Laune schon vorprogrammiert. Alles passt wie ein Puzzle zusammen, es ist weder kitschig, noch ist es uninteressant. The Forecast ist eine Band, die ich in meiner Playlist für lange Zeit behalten werde.

 

11 /12