Fall Of Serenity - Bloodred Salvation
Fall Of Serenity - Bloodred Salvation (Lifeforce Records)
review by dominik

 

Fall of Serenity legen ihr neues Album “Bloodred Salvation” vor. 1998 gegründet, ist diese deutsche Band mittlerweile nach mehreren Alben  (das letzte, “Royal Killing“, kam 2004 heraus) auf Lifeforce gelandet und mit einem neuen Drummer im Gepäck gibt es die volle Ladung melodischen Death-Metal nach Schwedenart. Hardcoreeinflüsse sind eher verschwindend gering.

Insgesamt bescheren sie uns 10 Songs mit einer Gesamtspiellänge von gut vierzig Minuten. Begonnen wird der Reigen mit ruhigen Klavierklängen, die dann aber schnell in das erste klassische Metal-Riff übergehen. Serviert wird die altbekannte Mischung, melodische Gitarren im Hintergrund, darüber ein schreiender René Betzold, dessen teils raue, teils kreischige Stimme sich hiergegen absetzt. Zudem gibt es einen Gastauftritt von Leif Jensen („Raise Your Remorse“), der normalerweise das Mikro bei Dew Scented bearbeitet. Cleane Gesangsparts such man vergebens (Gott sei Dank). Als Vorbild müssen im weitesten Sinne mal wieder At The Gates herhalten. Doch bringen Fall of Serenity noch stärker hymnische Elemente ein, wie zum Beispiel den Chorus des sechsten Songs, Raise your remorse. Das gilt auch für „Out Of The Clouds“, der gerade zum Ende hin an neuere In Flames erinnert. Alles in allem fällt es aber eher schwer, einen bestimmten Song herauszuheben, ist die Platte insgesamt sehr homogen und stellt eine schöne Gesamteinheit dar. Andererseits hat dies aber auch den Nachteil, dass einem kein Song so richtig ins Auge springt und man nach dem Durchhören zwar ein positives Grundgefühl hat, ein richtiger Knaller aber fehlt. Als Anspieltipp überhaupt nicht tauglich ist der Titelsong „Bloodred Salvation“, stellt dieser doch eher ein Zwischenstück, denn einen richtigen Song dar. Hier wird das Motiv des Intros noch mal aufgenommen, weiter ausgebreitet und untermalt. Ein schöner, ruhiger Instrumentalsong, eigentlich aber eher ein langes zweites Intro.

Bloodred Salvation ist ein gutes Album. Zwar kann man Fall Of Serenity vielleicht vorwerfen, nicht DEN neuen und eigenen Sound gefunden zu haben, klingt vieles schon bekannt. Insgesamt heben sie sich aber positiv vom großen Brei der Bands im Zwischenbereich von Metal und Hardcore ab.

9/ 12