Devil Driver - Fury of our Maker's Hand

Devil Driver - Fury of

our Maker's Hand
review by stephan

 

Eins vorweg: Dieses Album ist nicht jedermanns Sache.

Die Band wird zwar vom ehemaligen Coal Chamber Sänger Dez Fafara geführt, aber mit

Nu-Metal hat diese Band schon lange nichts mehr am Hut. Vielmehr bekommt man bei Devil Driver glatt gebügelten Brei von Metal-Core mit Anleihen von Death bis modernem Black Metal geboten. Was bei dieser Scheibe heraussticht ist die traurige Tatsache, dass man das Gefühl hat, dass die Jungs von Devil Driver mehr können, als das, was einem hier in diesen 12 Songs verkauft wird. Mit ein bisschen mehr Tempo, bzw. mehr Roughness könnte diese Scheibe vielleicht als überdurchschnittlich durch gehen. Aber die Handbremse bleibt durchgehend angezogen.

Besonders das Schlagzeug, das arg synthetisch wirkt, lässt die ganze Produktion als unspektakulären Einheitsbrei erscheinen. Wobei das Spiel von Drummer John Boecklin, sofern er es denn selbst live eingespielt hat, sehr präzise erscheint und den Songs einiges mehr an Eigenständigkeit geben könnte, als es der digital nachbearbeitete Sound rüber bringen kann.

Metal oder auch Hardcore brauchen Lautstärke und Distortion um Aggression oder einfach Heavyness zu transportieren. Dies fehlt diesem Album völlig. Alles klingt einfach zu glatt. Speziell der vierte Track „hold back the day“ hätte ein echter Hit werden können, wenn Devil Driver das Gas-Pedal gefunden hätten.

Für jeden der sich bei Ill Niño weniger Melodie und bei skandinavischem Black Metal mehr dicke Hose wünscht und die Schminke Scheisse findet, der findet „the Fury of our Maker´s Hand vielleicht toll. (Wer jemanden kennt, auf den diese Beschreibung passt, kriegt ne Mark.)

7/12 Punkte