Selten
habe ich es erlebt, dass sich eine Band kurz nach ihrem neuen
Release getrennt hat, und so ist es leider bei den vier belgischen
Knaben von Dead Stop. In den letzten vier Jahren haben sie schon
durch ganz Europa getourt, und haben zwei Touren in den Usa
absolviert. ‚Live For Nothing’ erscheint wie ihr Debut ‚Done
With You’ auf dem jungen Label Complete Control Records aus
Belgien, das auch schon Alben von Restless Youth und Justice veröffentlicht
hat. Die Idee von Dead Stop war es, den alten 80’s hardcore
Pionieren Tribut zu zollen, was sie auch mit ‚Live For
Nothing’ geschafft haben.
Das
Release enthält elf Songs, von denen es nur eines schafft, über
die zweiminuten Grenze zu gelangen. Insgesamt umfasst das Album 16
Minuten, in denen es nicht darum geht, musikalische Akzente zu
setzen, sondern eher den klassischen Hardcore zurück in Gegenwart
zu bringen. Das ist Hardcore, wie man es von ganz früher kennt: Schnell,
frech und angepisst. In den Texten redet man nicht um den heißen
Brei, sondern man spricht Klartext. Meist sind es hardcoretypisch
persönliche oder angepisste Texte, nungut, das Album heißt ja
auch ‚Live For Nothing’. Es waren wohl Bands wie Minor Threat oder auch Negative Approach, die Dead Stop als
Vorbilder für ihre beiden Releases dienten. Besonders gefallen
mir Songs wie ‚In Hell’ oder ‚Locked Inside’, die durch
flotte Riffs, einer markanten Stimme und durch einen schnellen
Drummer gefallen und abgerundet wird das Ganze durch ein wunderhübsches
Digipak.
Das
nun letzte Album von Dead Stop ‚Live For Nothing’ ist
kompromisslos und rauh, wie es sich für den klassischen Hardcore
gehört. Wer hier irgendwelche musikalische Vielfalt sucht, ist am
falschen Ort. Wer auf den Versen von klassischen Hardcore Bands
ist, kommt an Bands wie Dead Stop nicht vorbei. Also es bleibt zu
sagen, dass es wirklich schade ist, dass sich Band dazu
entschieden hat, sich zu trennen.
10 /12
Tracklist:
1. Walk The Line
2. Bend And Break
3. What I Fear Most
4. In Hell
5. Locked Inside
6. You Have It All
7. Seperate Ways
8. Better Than Me
9. Live For Nothing
10. State Of Waste
11. Letting Go