Man
sollte nicht schlecht gestaunt haben, als Ferret Records, das für
Releases von Everytime I Die oder Zao verantwortlich sind, Dead
Hearts unter Vertrag genommen zu haben. Im letzten Jahr kam ihr
Debut ‚No Love, No Hope’ auf Reflections Records heraus. Die
Band stammt aus Buffalo und hat es jetzt geschafft ihr neues Album
über Ferret Records an den Mann zu bringen. Nur wenige Bands
schaffen es heutzutage kontinuierliche Energie in ein Album zu
packen. Mancher verfällt dem Irrtum, das könnte man durch Härte
schaffen, jedoch ist das ein Trugschluss. ‚Bitter Verses’ hat
soviel Feuer unter dem Arsch, dass es mit Abstand zu den besten
Veröffentlichungen in diesem Jahr im Hardcore Bereich gehört.
Ob
ein Album gut ist, kann sich manchmal dadurch entscheiden, wenn es
sofort den Nerv seines Hörers trifft oder auch nicht. Bei vielen
Veröffentlichungen braucht man erst zwei oder drei Durchläufe,
damit es endlich funkt. Dieses Album bietet einen unglaublichen
Auftakt, der mich sofort für ‚Bitter Verses’ begeistern ließ.
Es fängt recht ruhig und locker an und explodiert dann bei dem
Song ‚Fall’. Dieser Anfang macht sehr stark deutlich, wie der
weitere Verlauf bestimmt ist. Man muss einfach stark
unterstreichen, was für einen Effekt diese Scheibe bei seinem Hörer
auslösen. Kaum eine Platte im Hardcore Bereich hört sich neben
der ‚In Place Apart’ von Killing The Dream dermaßen nach
Verzweiflung wie die mir vorliegende Scheibe von Dead Hearts. Die
Band spielt einen Old School Hardcore, der sehr tief geht und die
verzweifelte Grundstimmung durch die Stimme von Sänger Derek zum
Ausdruck gebracht wird. Natürlich verspürt man den leichten
Einfluss von Strongarm, der ist aber nur teilweise erkennbar.
Teilweise kommt auch mal ein einzelnes Klavierstück oder ein
Gitarrensolo dran, welche Abwechslung verschaffen. Das ganze Album
ist durchwegs druckvoll, tiefgehend und sehr emotional. Insgesamt
findet man auf ‚Bitter Verses’ vierzehn Stücke. Das Artwork
wurde vom Jacob Bannon, bekannt als Sänger von Converge,
gestaltet.
Das
neue Album ‚Bitter Verses’ von Dead Hearts aus Buffalo ist
unglaublich intensiv und emotional geworden. Wie bereits am Anfang
erwähnt, ist das Thema dieses Albums eindeutig Verzweiflung. Das
wird auch mehr als gut in die Tat umgesetzt und haut einen echt
von den Socken. Ich muss gestehen, die ‚No Love, No Hope’ hat
mich damals nicht wirklich fasziniert, deshalb bin ich jetzt umso
mehr erstaunt, wie das neue Album umgehauen hat. Die Produktion zu
diesem Album ist einwandfrei und verstärkt die Energie, vor der
man kaum entfliehen kann.
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/12