Dead Hearts - Bitter Verses
Dead Hearts - Bitter Verses (Ferret Music)
review by claus

 

Man sollte nicht schlecht gestaunt haben, als Ferret Records, das für Releases von Everytime I Die oder Zao verantwortlich sind, Dead Hearts unter Vertrag genommen zu haben. Im letzten Jahr kam ihr Debut ‚No Love, No Hope’ auf Reflections Records heraus. Die Band stammt aus Buffalo und hat es jetzt geschafft ihr neues Album über Ferret Records an den Mann zu bringen. Nur wenige Bands schaffen es heutzutage kontinuierliche Energie in ein Album zu packen. Mancher verfällt dem Irrtum, das könnte man durch Härte schaffen, jedoch ist das ein Trugschluss. ‚Bitter Verses’ hat soviel Feuer unter dem Arsch, dass es mit Abstand zu den besten Veröffentlichungen in diesem Jahr im Hardcore Bereich gehört.

Ob ein Album gut ist, kann sich manchmal dadurch entscheiden, wenn es sofort den Nerv seines Hörers trifft oder auch nicht. Bei vielen Veröffentlichungen braucht man erst zwei oder drei Durchläufe, damit es endlich funkt. Dieses Album bietet einen unglaublichen Auftakt, der mich sofort für ‚Bitter Verses’ begeistern ließ. Es fängt recht ruhig und locker an und explodiert dann bei dem Song ‚Fall’. Dieser Anfang macht sehr stark deutlich, wie der weitere Verlauf bestimmt ist. Man muss einfach stark unterstreichen, was für einen Effekt diese Scheibe bei seinem Hörer auslösen. Kaum eine Platte im Hardcore Bereich hört sich neben der ‚In Place Apart’ von Killing The Dream dermaßen nach Verzweiflung wie die mir vorliegende Scheibe von Dead Hearts. Die Band spielt einen Old School Hardcore, der sehr tief geht und die verzweifelte Grundstimmung durch die Stimme von Sänger Derek zum Ausdruck gebracht wird. Natürlich verspürt man den leichten Einfluss von Strongarm, der ist aber nur teilweise erkennbar. Teilweise kommt auch mal ein einzelnes Klavierstück oder ein Gitarrensolo dran, welche Abwechslung verschaffen. Das ganze Album ist durchwegs druckvoll, tiefgehend und sehr emotional. Insgesamt findet man auf ‚Bitter Verses’ vierzehn Stücke. Das Artwork wurde vom Jacob Bannon, bekannt als Sänger von Converge, gestaltet.

Das neue Album ‚Bitter Verses’ von Dead Hearts aus Buffalo ist unglaublich intensiv und emotional geworden. Wie bereits am Anfang erwähnt, ist das Thema dieses Albums eindeutig Verzweiflung. Das wird auch mehr als gut in die Tat umgesetzt und haut einen echt von den Socken. Ich muss gestehen, die ‚No Love, No Hope’ hat mich damals nicht wirklich fasziniert, deshalb bin ich jetzt umso mehr erstaunt, wie das neue Album umgehauen hat. Die Produktion zu diesem Album ist einwandfrei und verstärkt die Energie, vor der man kaum entfliehen kann.

11 /12