Dead Hearts kommen aus Buffalo und wo man auch hinschaut, "No Love, no Hope" wird an der "Witness" von Modern Life is War gemessen.
Das ist in vieler Hinsicht auch verständlich: auch Dead Hearts verstehen es, hymnische Hardcore Songs zu machen. Das Grundgerüst steht: Mid-Tempo Hardcore zum Mitgröhlen und massenweise Crew-Backups und melodischen Gitarrenriffs.
Trotzdem verzichtet die Band nicht darauf, in bester Old-School Manier mal ordentlich Gas zu geben, zum Beispiel bei "These are our lives", das nach dem schnellen Start sogar einen richtig kraftvollen Circle Pit Teil zu bieten hat. Ausserdem scheint man gelegentlichen Ausflügen in rockigere Gefilde nicht abgeneigt zu sein, wie Songs wie "Bright Lights, burnt City" beweist. Damit ist das Tempo insgesamt etwas höher als bei MLIW.
Textlich dreht es sich auch bei den Dead Hearts um Persönliches, wie Abschied, Freundschaft und Werte. Auch der Stil ist ähnlich dem der Jungs aus Marshalltown. Insgesamt klingen die Lyrics jedoch etwas...hmm...städtischer (was vielleicht auch einfach daran liegt, daß ständig 'city' vorkommt) und nicht so nach Provinz.
Die Vergleiche sind insgesamt also durchaus naheliegend. Trotzdem besitzt "No Love, no Hope" genug Eigenständigkeit, um sich nicht als Kopie schämen zu müssen. Man macht halt ähnliche Musik. Mir persönlich gefällt "No Love, no Hope" sogar besser als "Witness", da die Platte insgesamt flotter und weniger monoton ist.
Eine weitere sympathische Band, von der man hoffentlich noch viel hört...
10/12 Punkte
www.deadhearts.net
www.reflectionsrecords.com
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