Bludgeon - World Controlled
Bludgeon - World Controlled (Magic Circle Music)
review by claus

 

Wie soll ich bloß anfangen ? Bludgeon haben 1999 ihr Demo aufgenommen, und wie es das Schicksal so wollte, wurde Joey De Maio, der Bassist von Manowar, auf die Band aufmerksam. Das Interesse ging so weit, dass er sie auf sein eigenes Label (Manowar / Rhapsody) holte. So begann der Weg seinen Lauf und sorgte sogar dafür, dass Joey De Maio ihr Debut Album ‚Crucify The Priest’ produziert hat, welches er bei keinen anderen Band bisher gemacht hat. Bludgeon stammen aus Chicago und haben bis jetzt ein Album und eine Live Dvd herausgebracht. ‚World Controlled’ ist nun ihr zweites Album, und versucht dem Hörer einen heftigen Magenstoß zu verleihen.

‚World Controlled’ attackiert schon von Anfang an, mit einem extremen Metal, und will nicht mehr auf damit aufhören. Mit einer mächtigen Gitarrenfraktion und einem unüberhörbaren Schlagzeug wird drauf los gespielt. Hierbei wird besonders darauf geachtet, dass die Drumparts auch bloß in den Vordergrund treten, der Gitarrist brav seine Akkorde herunter spielt, und irgendwann auch mal der Sänger in Erscheinung tritt. Musikalisch wirkt alles sehr präzise, und sie wissen alle ihr Handwerk zu verstehen. Nun, eigentlich ist es ja ein instrumentales Werk, da der Gesang irgendwie zu kurz kommt, und bei der Produktion sehr  auf die Aufnahme der Instrumente bedacht wurde, das heißt, dass die Instrumente viel zu clean aufgenommen wurden. Natürlich erzeugt das eine gewisse Härte, da der Sound sehr klar zu hören ist, aber wiederum viel zu mechanisch klingt. Nach Vielfältigkeit sucht man hier leider erfolglos, jeder Track auf ‚World Controlled’ klingt wirklich gleich. Der Gesang von Sänger Marc Duca, der auch gleichzeitig einer der Gitarristen der Band ist, gröllt seinen Text herunter, und versucht nicht aus seinem Schema auszuweichen. Bludgeon verstehen es, schnelle Parts aber danach auch wieder etwas langsamere Parts zu spielen, doch das wirkt alles viel zu berechnend. Wie es sich gehört, hat man ein abschreckendes Cover gewählt. Hier ist es Frau, deren Haut abzogen wurde, mit Flügeln, aber sie ist wirklich gut illustriert worden. Was mich schon etwas stört, ist die Werbung des Labels im Inlay, ich meine, wenn es als Zettel mit hinzugefügt worden wäre, würde es mich nicht stören, nur sollte sowas sicher mit eingeheftet werden. Interessant jedoch ist das zusätzliche Video auf der Cd. Die vier langhaarigen Knaben werden interviewt, aber stets mit einer coolen Sonnenbrille auf der Nase, es werden Studioaufnahmen gezeigt und schließlich noch eine Sauftour.    

Fazit: ‚World Controlled’ wird derzeit von dem Manowar Bassisten so gut vermarktet wie es nur geht. Was hier deutlich dominiert, ist die Monotonie, die kein Ende finden will. Ich sage ja nicht, man könnte seine Instrumente nicht spielen, aber es fehlt einfach an Ideenreichtum. Vielleicht war es ja ein riesen  Fehlgriff von Joey De Maio, oder die Band findet eine Anhängerschaft, die nichts kann ausser mit dem Kopf zu nicken, und deren musikalischer Horizont etwas begrenzt ist. Es gibt soviele Bands, die viel härter sind als Bludgeon. Man hätte einfach nur höhere Riffs einbauen müssen, damit sie nicht derartig langweilig sind. Diese Cd verleitet leider zum Einschlafen, und deshalb würde ich ‚World Controlled’ nicht empfehlen.

 

4 /12