Between The Buried And Me - The Anatomy Of
Between The Buried And Me -  The Anatomy Of (Victory Records)
review by claus

 

Lange hat man auf ein neues Release von Between The Buried And Me gewartet. Die Jungs aus North Carolina haben letztes Jahr mit ihrem dritten Album ‚Alaska’ einen großen Schritt gemacht. Dieses besagte Album erhielt nicht nur hier die volle Punktzahl, sondern wurde auch von Fmqb Metal Specialty Reporters zum Album des Jahres gewählt. Between The Buried And Me verbindet die Symbiose zwischen einem nahezu perfektem Gitarrenspiel mit einem teils giftigen Gesang vom Sänger. Ein Album, was an Härte und Präzision kaum zu überbieten sein wird, doch wurde immer ein Freiraum für entspannende und wunderbare Stellen offen gelassen. In der Zwischenzeit tourte man mit Bleeding Through, Converge und Darkest Hour durch die Landen. ‚The Anatomy Of’ ist nicht wie angenommen ein neues Album der Band, also im Sinne ihrer normalen Musik, sondern ein reines Cover Album. Pink Floyd, Depeche Mode, Queen und viele andere große Vorbilder der Band wurde eine Homage gemacht. Dieses Album bietet eine sehr große Palette an musikalischer Vielfältigkeit und Präzision an, und wird nicht nur den Fans, sondern auch den Liebhabern oben genannter Bands gefallen.

 

Wundern wird man sich, wenn man hört, das Between The Buried And Me ein reines Cover Album aufgenommen haben, und ihren Stil im Großen und Ganzen dabei außer Acht gelassen haben. Evergreen Terrace haben das Gleiche mit der ‚Writers Block’ gemacht, nur liegt hier der große Unterschied darin, dass sie zwar Bands wie Depeche Mode, U2 und den Smashing Pumpkins gecovert haben, aber halt nur in ihrem gewohnten Stil. Hier werden vierzehn Tracks zum Besten gegeben, wobei sich Cover Versionen von Metallica bis Queen zu finden sind. Nun werde ich mal die wichtigsten herausgreifen, denn alles zu beschreiben wäre zu mühsam. Einen klaren Verlauf kann man hier sowieso nicht erkennen, da weder die Songs einem bestimmten Strang folgen, noch sich die Stimmen ähneln, was bei Between The Buried And Me normalerweise der Fall ist. Als erstes wird ein Song von Metallica zum Besten gegeben, ‚Blackended’ wird geschickt nachgespielt und die Stimme von Tommy Rogers hört sich fast so an wie die von James Hetfield. Der Schluss des Liedes wird durch einen typischen Gitarrenpart der Band. Also nächstes folgt dann ‚Kick Start My Heart’ von Motley Crue, welcher wirklich gut umgesetzt wurde, wie schon zuvor beschrieben, ändert sich die Stimme um 180 Grad, man bemerkt genau hier wie vielseitig die Band ist. Niemand Geringeres als Queen wurde mit der Cover Version von ‚Bicycle Race’ ein Geschenk gemacht. Unglaublich was sich hier für Soundwände aufbauen, Freddy Mercury hätte dieses Stück bestimmt gemocht. Musikalisch passt hier alles perfekt zusammen und die Zweitstimmen lassen keine Wünsche offen. Pink Floyd folgen als nächste, in dem ‚Us And Them’ gecovert wird, und wie schon vor gesagt, Tommy Rogers, der Sänger, beweist mal wieder aufs Neue wie facettenreich er doch ist. Im weiteren Verlauf folgen noch weiter großartige Cover Versionen von Smashing Pumpkins, Depeche Mode, Earth Crisis und vielen weiteren Bands.

 

‚The Anatomy Of’ ist ein Album, was man von einer Band wie Between The Buried And Me mit Sicherheit nicht erwartet hätte. Man zollt hier einen Tribut an Größen wie Queen, Pink Floyd und Soundgarden, aber auch Genre Bands wie Earth Crisis. Wer sich vor der Band aufgrund ihrer Musik gefürchtet hat, der wird sie hierfür lieben. Die Musik steht im völligen Kontrast zur ‚Alaska’ und der ‚The Silent Circus’, jedoch drückt man seine eigene Marke in die Musik. Was dieses Album auch noch großartig werden lässt, ist die gelungene Produktion, die das Ganze detailgetreu erscheinen lässt. Vielleicht traut sich die Band in den nächsten Monaten mal über den großen Teich zu hüpfen, um die Massen in ihren Bann zu ziehen.

11/12

 

Blackened - Metallica
Kickstart My Heart - Mötley Crüe
Day I Tried To Live - Soundgarden
Bicycle Race - Queen
Three Of A Perfect Pair - King Crimson
Us And Them - Pink Floyd
Geek U.S.A - The Smashing Pumpkins
Forced March - Earth Crisis
Territory - Sepultura
Change - Blind Melon
Malpractice - Faith No More
Little 15 - Depeche Mode
Cemetary Gates - Pantera
BONUS TRACK Colorblind - Counting Crows