Alaska
, der 49. Staat der Usa, befindet sich über Nordamerika, für
Bergsteiger ein wahres Paradies. Die Berge dort gehören zu den
anspruchsvollsten Klettertouren. Wer den harten Aufstieg geschafft
hat, dem wird das volle Ausmaß der Natur bewusst. Die Aussicht über
die Landschaft wird man nicht so schnell vergessen, und den
Anstieg ebenso wenig. Between The Buried And Me bieten dem Hörer
ihres neuesten Release die Möglichkeit, dieses Erlebnis
musikalisch mitzuerleben, doch bis zum erreichen der Spitze wird
es noch sehr holprig.
Ihr Debut
,The Silent Circus’ erschien damals, 2003, wie heute auf dem
Independent Label Victory Records. Damals wurde das Debut, als
eines der besten Alben des Jahres gehandelt. Brilliante
Gitarrenarbeit, ein unglaublich schneller Drummer und plötzlich
wechselnde Tempo Änderungen bestimmten es und machten es zu einem
unvergesslichen Release. Between The Buried And Me’s Musik in
eine Schublade zu packen, wie es bei vielen Bands gemacht wird, wäre
nicht gerecht.
‚Alaska’ brilliert von Anfang bis zum Ende an mit einer Mixtur
aus Death- und Powermetal, Hardcore und prägnantem Rock. Der
Anstieg ist hart, man läuft Gefahr, eine unerwartete Lawine könnte
losbrechen. ‚All Bodies’, der erste Song, überollt den Hörer
mit einer satten Prise Metal, der Angst haben muss, es nicht zu
schaffen. Die Stimme von Sänger Tommy Rogers hat ein großes
Spektrum an plötzlichen Wutausbrüchen, klarem Gesang und beim
finalen Aufstieg, eine wunderbare und schöne Stimme. Der vierte
Song des Albums, ‚Selfskies: The Endless Obsession’ bildet mit
seinem Schlussteil, ein Ende der harten Tour. Der Song fängt
ruhig an und artet in einen wahren Albtraum aus und allmählich kündigt
sich der Ausblick über die wunderschönen Landschaften an, und
dieser Ausblick ist unglaublich, man denkt wirklich, dass eine
andere Band den Schluss eingespielt hätte. Ein unerwarteter
Stilwechsel kommt hervor, die Gitarristen spielen unzählig viele
melodische Riffs, deren spielerischer Gitarrenkunst, einem kalt
den Rücken runterläuft. Nun kann man auch erahnen, warum sie ihr
Album ‚Alaska’ genannt haben.
Mit
‚Alaska’ haben Between The Buried And Me sich selbst übertroffen.
Dieses Album steht für sich und wird in nächster Zeit keinen würdigen
Nachfolger finden. ‚Alaska’ glänzt durch sehr gute
Gitarristen, eine facettenreiche Stimme und einen guten Drummer.
Between The Buried And Me mit anderen Bands zu vergleichen wäre
nicht sinnvoll, denn sie haben ihren eigenen Stil gefunden, den
sicher auch andere Bands teilweise übernehmen werden. Man kann
sich sicher sein, dass dieses Prachtstück, eines der besten Metal
Alben 2005 sein wird und ebenso sicher kann man sein, dass sie
bald auf den ganz großen Bühnen spielen werden.
12 /12
Tracklist:
1. All Bodies
2. Alaska
3. Croakies And Boatshoes
4. Selkies: The Endless Obsession
5. Breathe In, Breathe Out
6. Roboturner
7. Backwards Marathon
8. Medicine Wheel
9. The Primer
10. Autodidact
11. Laser Speed