Atreyu - A Death Grip On Yesterday
Atreyu - A Death Grip On Yesterday (Victory Records)
review by claus

 

Atreyu, der Held aus dem Roman ‚Die Unendliche Geschichte’, diente den fünf Musikern aus Orange County in Kalifornien als Name für ihre Band, die seit 2002 ihren Sprung in die ‚Emo -Metalcore’ Szene geschafft hat. Ihr damaliges Debut ‚Suicide Notes And Butterfly Kisses’ verkaufte sich wie warme Semmeln, rund 250.000 mal ging es über die Ladentheke, und das Zweitwerk ‚The Curse’ gleich 350.000. Neben Hawthorne Heights, sind Atreyu die zweite Exportschlager auf Victory Records. ‚A Death Grip On Yesterday’ ist die dritte Cd der Band und mit Sicherheit eines der meist erwarteten Alben dieses Jahres.

‚A Death Grib On Yesterday’ ist das neue und lang erwartete Album einer Band, die mit ihrem Vorgängeralbum ‚The Curse’ einen deutlichen Impuls setzte, wohin es in der Liga des Metal- und Emocore gehen sollte. Mit einer interessant zusammengesetzten Mixtur bestehend aus Elementen des Metal und Emocore, gepaart mit wundervollen Melodien und Shouts des Sängers. Im Unterschied zur ‚Suicide Notes And Butterfly Kisses’ waren sie dann nicht mehr so hart und rauh wie zuvor, sondern eher gekünstelt und feinpoliert. Gerne erinnere ich mich an Songs wie ‚Ain’t Love Grand’ von der ‚Suicide Notes And Butterfly Kisses’ Scheibe, welche durch die markante Stimme von Frontmann Alex Varkatzas, und der außergewöhnlichen Gitarrenarbeit auffiel. Was wirklich als enttäuschend anzusehen ist, dass der Song ‚Her Portrait In Black’ auf dem Album fehlt, stattdessen auf dem Soundtrack vom Film ‚Underworld’ vorhanden ist. Auch die Tatsache, dass nur neun Lieder, mit einer Gesamtlänge von 30 Minuten, aufgenommen wurden, lässt das Gemüt doch schwer nachdenklich stimmen, bei diesem langersehnten Album. Auch beweisen Atreyu, dass sie auch vielseitig sein können, was man beim Letzten schmerzlich vermisst hat. So gibt es einen Song namens ‚The Theft’, der sich im Vergleich zu den anderen Songs deutlich unterscheidet, in dem er nicht mit Wutausbrüchen oder Gitarrenriffs anfängt, sondern eine reine Ballade ist. Natürlich gibt es auch härtere Songs, wie ‚ Exs And Ohs’, oder ‚Creature’, die eher an das vorletzte Album erinnern lassen, als an ‚The Curse’. Dies liegt daran, dass man sich mehr auf den Gesang konzentriert hat. Das Album wurde von Josh Abraham produziert, der zu seinen Kunden Velvet Revolver zählen kann, und seine Arbeit merkt man deutlich an ‚A Death Grib On Yesterday’, da alles aufeinander abgestimmt wirkt, und der Sound atemberaubend ist.

Fazit: ‚A Death Grib On Yesterday’ ist das bisher abwechslungsreichste Album von Atreyu. Sie zelebrieren einen gelungenen Mix aus harmonischen Melodien, einer vielschichtigen Stimme und einer richtig guten Gitarrenarbeit. Dennoch ist es enttäuschend, dass es nur neun Songs aufzubieten hat, und das sich die Ideen nicht überall wirklich durchgesetzt haben, so dass stellenweise der Eindruck der Monotie entsteht. Insgesamt ist es ein gutes Album geworden, das aus den ganzen neuen Releases aus diesem Genre herausstechen wird.

10 /12

 

 

http://www.atreyurock.com

http://www.victoryrecords.com