Die fünf
Kanadier von A Perfect Murder haben mit ihrem neuen Longplayer großes
vor. Ihr Label Victory Records feiert sie als Wachablösung der Metal Urgesteine Metallica und Pantera, und schon der
Titeltrack als Opener legt die Marschroute eindeutig fest. Hier wird
gemosht und gegroovt was das Zeug hält. Gesanglich bewegt sich
Kevin Randel von APM, wenn man von seinen wenigen melodiösen
Ausrutschern absieht, sehr nah am grossen Vorbild Phil Anselmo.
Musikalisch wird vom Flitzefinger Solo bis zum mid-tempo Mosh-Part
alles geboten, was das Metal Herz seit „Reinventing the Steel“
vermisst hat. Speziell der letzte Song der Platte „slay the
masses“ gibt als Schlusspunkt nochmal die Metal Vollbedienung. Im
Track „rotten I“ bringen APM sogar stellenweise Bassläufe, die man sonst eher
bei Stoner-Rockern wie etwa Kyuss fand. Dieses Album ist wirklich
gut.
Doch was macht ein gutes Metal
Album zu einem grossartigen Metal Album? Man vermißt eindeutig
herausragende neue Ideen. Frischen Geist im 90er Jahre Metal-Sound.
Sicher sind die Grenzen des Genres ziemlich eng gesteckt und APM
haben es auf jeden Fall geschafft einen Sound zu fahren, den es
lange nicht mehr in dieser Qualität gab, aber da liegt auch schon
das Dilemma an diesem sonst sehr kernigen Album. Bevor es Pantera
gab, hätte sicher jeder die neue Offenbarung in Sachen Kettensägen
Riffs und rotzigen Growls in diesem Album gefunden. Im Jahre 2005
reicht es für diese 11 wirklich guten Songs leider nicht mehr für
die Höchstwertung, weil alles irgendwie schonmal da gewesen ist.
Wer auf die oben genannten Bands steht, der sollte sich diesen
Brocken nicht entgehen lassen.
9,5
/ 12 Punkte
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